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Rheuma

Rheuma oder auch chronische Polyarthritis  (c. P.)
andere Bezeichnungen: rheumatische Arthritis, progredient (fortschreitent) chronische Polyarthritis (PcP)

Die chronische Polyarthritis ist eine chronisch entzündliche, fortschreitend verlaufende Gelenkerkrankung. Sie befällt stets mehrere Gelenke in symmetrischer (bilateral also beidseitig) Verteilung.
Hauptcharakteristikum ist eine schubweise vorangehende Entzündung der Gelenkinnenhaut, (Membrana synovialis) mit anschließender Zerstörung des Knorpels. Im Verlauf der Erkrankung entstehen typische Verformungen der Gelenke und mehr oder weniger ausgeprägte Kontrakturen (Versteifungen).

Ursache
Es handelt sich wahrscheinlich um eine Autoimmunkrankheit. Als Ursache für den Beginn der Erkrankung mit einer Schädigung der Gelenkinnenhaut- und Knorpelzellen werden verschiedene Ursachen angeschuldigt (Allergien, Infektionen, Stoffwechselstörungen).

Körpereigenes Eiweiß wird so denaturiert (verändert), dass es gegen den eigenen Körper als Antigen wirkt. Diese Antigene (Substanzen die den Körper schädigen können) gelangen über die Blutbahn an die Gelenkinnenhaut und in das Gelenk.
Dort werden Antikörper (Abwehrkörperchen) gegen die Antigene gebildet. Die Folge ist eine entzündliche Reaktion in der Gelenkinnenhaut und im Gelenkknorpel. Durch diese entzündliche Reaktion wird die Gelenkinnenhaut abnorm wachsen. Sie verdrängt und überdehnt durch die Druckwirkung die bindegewebige Gelenkkapsel und die Bänder.

Die jetzt aggressive starkt verdickte Gelenkinnenhaut wächst pannös (Pannus = lappen) also überlappend, über den Gelenkknorpel und zerstört Knorpel und Knochen. Infolge der Entzündung kommt es zur Ergussbildung im Gelenk. Die vielfachen Knorpelzerstörungen führen zu Bewegungseinschränkungen der beiden Gelenkenden. Folge ist eine bindegewebige Steife, die häufig in eine  knöcherne Einsteifung (ossäre Ankylose) übergeht.

Durch asymmetrische Kapselschrumpfungen entstehen typische Gelenkversteifungen, wie die Ulnardeviation der Finger (Abweichung der Finger zur Kleinfingerseite), Schwanenhalsfinger etc. Der Befall der Gelenke bei entzündlich rheumatischen Erkrankungen, also auch bei der c.P. unterscheidet sich von der Gruppe der degenerativen Gelenkerkrankungen durch die deutliche entzündliche Veränderung der Gelenkinnenhaut.

Neben den Gelenken können auch Sehnengleitgewebe, Gefäßwände, Lunge, Herzmuskel und die Augen beteiligt sein. Dies zeugt vom Charakter der chronischen Polyarthritis als Allgemeinerkrankung. An einer c.P. erkranken etwa 0,5 - 1 % der Gesamtbevölkerung. Ein familiäres Auftreten ist nicht selten. Frauen sind dreimal so oft betroffen, meist zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr.

Symptome
In der Krankenvorgeschichte ist das Beachten von Prodromalsymptomen (Vorlaufsymptome) von Wichtigkeit.
Geringes Fieber oder eine leichte Temperaturerhöhung
Müdigkeit
Appetitlosigkeit
Gewichtsverlust und Krankheitsgefühl
Meist entwickelt sich die Krankheit langsam und kann entweder als Mon- oder Polyarthritis beginnen.

Die Hände sind der erste Manifestationsort
Man sollte an eine c.P. denken, wenn der Patient über eine morgendliche Steifigkeit der Fingergelenke klagt, die sich nach Gebrauch der Hände wieder zurückbildet.
Die Fingergrund- und -Mittelgelenke sind bei der c.P. bevorzugt befallen.
Die Kompression der Grundgelenke erzeugt Schmerz (Gänsslen-Zeichen). Die schmerzhaften symmetrischen Schwellungen sind ebenfalls frühzeitig an den Handgelenken zu beobachten.
Auch die Füße sind häufig im Frühstadium befallen.

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