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Lexikon > Reflexe > Knipsreflex


Knipsreflex


Eine besondere Auslösungsart des sogenannten Fingerbeugerreflexes, eines im allgemeinen latenten Eigenreflexes, der erst unter einer Tonusvermehrung deutlicher in Erscheinung tritt. Er kann für eine Schädigung oder Unterbrechung der Pyramidenbahn oberhalb der unteren Halssegmente sprechen, vor allem bei gleichzeitiger Steigerung benachbarter Eigenreflexe. Nicht zu schwaches Knipsen am Nagelende des Mittel‑ oder Zeigefingers führt zu ruckartiger Beugung mindestens der Fingerendglieder einschließlich Daumen. Gleicher Effekt wie beim Trömner'schen Reflex. Oft bei vegetativer und psychischer Übererregbarkeit seitengleich vorhanden, dann nicht unbedingt als Pyramidenzeichen verwertbar. Entscheidend: Seitendifferenzen. Kann auch durch künstliche Tonussteigerung der Hand forciert werden. Die Hand muss bei Auslösung willenlos dem Untersucher überlassen werden.

Der von Hoffmann um1900 eingeführte Reflex wurde erstmals durch H. Curschmann beschrieben.