Diese Website verwendet Cookies.

Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Weitere Informationen über Cookies finden sie in unserer Erklärung zum Datenschutz.

ZustimmenImpressumDatenschutz

Lexikon > Reflexe > Fußrückenreflex


Fußrückenreflex


gesteigerter Plantarmuskelreflex. Bei der Pyramiden ‑ Läsion besteht nach dem Wernicke Mann'schen Prädilektionstyp gesteigerte Rigidität, d. h. ein gesteigerter Dehnungsreflex an der oberen Extremität in den Verkürzen, an der unteren Extremität in den Verlängerern der Extremität, also auch in den Plantarbeugern. Infolgedessen hier auch erhöhte Reflexbereitschaft (im Gegensatz zu den Antagonisten). Folge: Plantarflexion der Zehen durch Reize verschiedenster Lokalisation. Das Zentrum ist in der Mitte des Fußballens oder dorsal zwischen 3. und 4. Spatium interosseum gelegen (in letzterem Fall = „normaler distaler Fußrückenreflex Markow").

Reizpunkte für solch pathologischen Reflexerfolg, u. a. durch:

1. Beklopfen des Fußrückens, und zwar seines äußeren hinteren Teils (Kuboid oder 4. und 5. Metatarsale) = “Fußrückenreflex” = Mendel‑Bechterew Reflex.

2. Zehenballenschlag = Rossolimo.

3. Schlag auf den Bauch des M. tibialis anterior zwischen Capitulum fibulae und Tuberositas tiblae. Hierbei Plantarflexion             der Zehen und des Fußgelenks, Vorherige Verbringung des Fußes  begünstigt in Dorsalflexion begünstigt die Auslösung.                

Alle diese Eigenreflexe in ihrer gesteigerten Form mit dem gleichen Enderfolg sprechen für Pyramiden ‑Läsion, allerdings nur bedingt und meist nur in Kombination mit anderen pathologischen Reflexbefunden. Siehe auch die Bemerkungen unter Knipsreflex.

Beachte: Beim Mendel‑Bechterew die physiologische Dorsalflexion der Zehnen nicht verkennen und etwa als positiv ansprechen!