Diese Website verwendet Cookies.

Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Weitere Informationen über Cookies finden sie in unserer Erklärung zum Datenschutz.

ZustimmenImpressumDatenschutz

Lexikon > Reflexe > Fluchtreflex


Fluchtreflex


Abwehr‑, Schutz‑, Automatie ‑, Verkürzungs‑, Synergiereflex oder Reflexsynergien. "Reflexe des spinalen Automatismus". "Nociceptive" Reflexe (Sherrington). Letzten Endes auch Fremdreflex. Pathologischer Reflex bei beträchtlicher Intensität des spastischen Symptomenkomplexes (also bei Pyramidenbahnläsionen). Spinaler Reflex bei unvollständiger oder vollständiger Querschnittslähmung. Kann den positiven Babinski einschließen. Bei Kneifen, Stechen etc. der Haut des Fußrückens, unter Umständen auch in höheren Bezirken, erfolgt tonische Hüft‑ und Kniebeugung nebst Dorsalflexion des Fußes, dann: positiver Fluchtreflex. Frühzeitige und hochgradige Ausbildung soll bei Tumoren eher für extrameduflären Sitz sprechen.

Streckt sich nach der reflektorischen Verkürzung das Bein wieder ("zweiphasige Reaktion"): unvollständige Querschnittstrennung. Wenn nicht („einphasige Reaktion"): totale Querschnittslähmung. Auslösung von der Fußsohle her nicht sicher pathologisch. Statt des "Verkürzungsreflexes" ist auch "Verlängerungsreflex" möglich, wenn das Bein vorher in Beugestellung gebracht wird und der Reiz mehr proximalwärts ansetzt.

Andere Versionen des Fluchtreflexes: Marie‑Foix'scher Handgriff  und Massenreflex.