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Lexikon > Reflexe > Dehnungsreflexe


Dehnungsreflexe


gehören ‑ wie Adaptations‑ und Fixationsreflex  zu den tonischen Eigenreflexen, die beim Gesunden den glatten Bewegungsablauf gewährleisten.

Reiz: aktive oder passive Dehnung eines bewegten Muskels. Effekt: Widerstand des Muskels gegen die Dehnung und Tendenz, sich zusammenzuziehen.

Reflexleitung: über den einfachen Reflexbogen bis zu den verschiedenen cerebralen Stationen (Hirnstamm, Kleinhirn, Stammganglien, Cortex und zurück).

Reflexsteigerung (= Hypertonie, Rigor) bei Erkrankungen des Pyramiden‑ und pallidären Systems. Prüfung durch passive Dehnung eines Muskels und seine Palpation. Bei pyramidalen Erkrankungen: elastischer Dehnungswiderstand. Beim Pallidumrigor: plastischer Dehnungswiderstand.

Herabsetzung: Bei der Untersuchung des Dehnungswiderstandes fehlt jeder Widerstand; Möglichkeit der Überstreckung (Hypotonie z. B. bei Tabes, Friedreich, striären Erkrankungen).