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Lexikon > Reflexe > Babinski Reflex


Babinski Reflex


Auch Babinski Zeichen oder Phänomen

Pathologischer (Fremd‑)Reflex des spastischen Symptomenkomplexes bei Läsion der Pyramidenbahn oberhalb des unteren Lumbalmarkes. Sicheres Beweismittel bei Ausschaltung aller Fehlerquellen. Beim nicht ausgereiften Pyramidenbahnsystem ‑ also physiologisch bis in 2. Lebensjahr hinein ‑ Babinski in hohem Prozentsatz positiv (aber mit rascherem Bewegungsablauf).

Bei Rückenlage und gestrecktem Bein ‑ unter leichter Fixierung des Fußes mit der freien Hand ‑ mit Nadel oder anderem spitzen Gegenstand lateralen Teil der Fußsohle reizen durch längeren, ein‑ oder mehrmaligen Strich. Nähe des Großzehengrundgelenkes meiden, da von hier aus auch normalerweise in 50 % (allerdings rasche)

Dorsalflexion der Großzehe erfolgt. Im pathologischen Falle tritt langsame und tonische Dorsalflexion der Großzehe ein, evtl. verbunden) tonischer Dorsal - oder Plantarflexion der übrigen Zehen,) mit einer trägen Zehenspreizung

(„Spreiz ­oder Fächer‑Phänomen", welches auch isoliert und als Vorläufer auftreten kann!), mit gleichzeitigen Zuckungen im Tensor fasc. lat., in den Adduktoren und im Quadriceps femoris,) mit dem Fluchtreflex (s. d., B. als Teilerscheinung eines Massenbeugereflexes). ‑ Reflexogene Zone für tonische Dorsalflexion der Großzehe nicht unbedingt an Fußsohle gebunden: siehe Oppenheim, Gordon, Chaddock. Mitunter genügt sogar Reiz von Bauch‑, Brust‑ oder Gesichtshaut.